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Branislav
Dimitrijevic
Turbo Folk and Its Global Identity
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teilnehmer
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Branislav Dimitrijevic's
Texte behandeln zwei anscheinend gegensätzliche Belgrader Phänomene,
die in Abhängigkeit voneinander bzw. vermischt auftreten: der erhoffte
Ruhm eines Belgrader Künstlers und der tatsächliche Ruhm einer
Turbo-Volksmusik-Diva. Die "sensationelle" Art, auf die ein
plötzlich begehrter Künstler aus dem Balkan beschrieben wird,
wird der "sensationellen" Bestimmung der Volksmusiksängerin
Svetlana Raznatovic-Ceca gegenübergestellt.

Dieser Vergleich deckt tiefliegende Wurzeln des kulturellen Verhaltens
in Belgrad auf. Der anonyme Künstler wird in einer glamourösen
und glänzenden Outfit, das den Erwartungen gegenüber serbischen
Künstlern entspricht, präsentiert. Der Glamour um den Turbo
Star - verabscheut von der intelektuellen Elite - wird als ein bereits
zur urbanen Kultur gehörendes Phänomen gezeigt. Beide zeigen
Belgrad in großer Unentschiedenheit über seine Identität
und kreieren ein plötzliches Bewusstsein über die enorme Kraft
der Popularität. Die Stadt wird als eine Kultur bedeutender Fehlkonzeptionen
präsentiert, die nun ihre sich transformierenden Bereiche als Kern
ihres transitorischen Charakters offenbart.
Biografie
Branislav Dimitrijevic ist Kunsthistoriker, Kunstautor und Kurator und
am Museum für zeitgenössische Kunst in Belgrad tätig. Er
unterrichtet Kunstgeschichte und Theorie der zeitgenössischen Kultur.
In Zusammenarbeit mit Branislava Andjelkovic und Branimir Stojanovic gründete
er 1999 die Schule für Geschichte und Theorie der Bilder. Diese Schule
ist ein unabhängiges Bildungsprojekt, dass durch das Zentrum der
Zeitgenössischen Kunst unterstützt wird. Er hat zahlreiche Essays
über zeitgenössische Kunst und Theorie sowie Film und visuelle
Kultur veröffentlicht. Des weiteren ist er Redakteur des Buches Pop
Visionen (1996) und vieler anderer Bücher. Dimitrijevic hat zeitgenössische
Einzel- und Gruppenausstellungen mit Branislava Andjelkovic kuratiert,
unter anderem Map Room (1995), Murder1 (1997), Overground (1998) und Konverzacija
(2001).
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